So weckst du Neugier mit WhatsApp

11 Learnings, die wir zum Messenger Marketing in Büsum gelernt haben.


Amazon Podcast

Darum geht es im Podcast Nr. 13:

Investiere 32 Minuten und du hörst:

  1. Was ist bei einem WhatsApp-Newsletter zu beachten?
  2. Welche Inhalten funktionieren per Messenger?
  3. Wieso solltest du keine billige Technik verwenden?
  4. Wie hoch ist der Aufwand von WhatsApp-Tickern?
  5. Was hat die Büsum Tourismus in den letzten 12 Monaten gelernt?

In der 13. Folge des Neugier-Podcast sprechen wir über WhatsApp. Ist WhatsApp der Killer der E-Mail? Löst Messenger Marketing das E-Mail-Marketing ab? Bist du von vorgestern, wenn du keinen eigenen WhatsApp-Ticker hast?

Nun. Lass uns den Ball flach halten. Wie bei vielen anderen Formaten frisst nicht WhatsApp die E-Mail. Vielmehr gibt es einen weiteren Kanal, über den deine Gäste Informationen erhalten möchten. Doch denke ja nicht, du kannst deinen E-Mail-Newsletter einfach auf WhatsApp übertragen. Du kopierst ja deinen Text von der Website nicht in dein Facebook-Posting. Hoffentlich!

Seit Anfang 2017 unterstützen wir die Büsum Tourismus bei Ihrem Vor-Ort-Ticker per WhatsApp. Jeden Morgen bekommt der Urlauber seine Tipps gesendet. Wetter, Gezeiten, Events und ein wenig Seemannsgarn. Alles was er am Urlaubstag unternehmen kann. > WhatsApp-Ticker Büsum. Unsere 11 Learnings aus den letzten Monaten haben wir dir hier zusammen gefasst. Die harten Fakten im kleinen 30-Sekünder:

Die wichtigsten Thesen zum Neugier-Podcast:

1. Glaube ja nicht, du machst jeden glücklich.

Fokussiere dich auf eine klar definierte Gästegruppe und deren Bedürfnis. Stammgäste? Urlauber vor Ort? Familien mit Kindern? Event-Reisende? Potenzielle Gäste? Nur, wenn der Ticker hochspeziell ist, wird er erfolgreich sein. Kommuniziere auch, an wen sich dein Ticker richtet. So vermeidest du Enttäuschung.

WhatsApp Newsletter der Büsum Tourismus

Was wir bei Büsum gelernt haben:
  • Der Dienst richtet sich an die Urlauber vor Ort. Über die WLAN-Startseite, die der Gast sieht, wenn er sich ins öffentliche WLAN einloggt, wird er aufmerksam gemacht. Wetter, Gezeiten, Veranstaltungen sind Informationen, die vor Ort relevant sind. Schnell konsumierbar.
  • Der Gast muss nicht suchen. Er bekommt sie aufs Handy. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

2. Hör auf mit allgemeinen Neuigkeiten.

Kaum etwas ist näher am Gast als sein Smartphone. Kaum etwas ist persönlicher. Nichts hat mehr Kontext, als der Blick aufs Handy. Was ist der wahre Mehrwert, den du bietest:  Vor-Ort-Informationen? Sonderangebote? Coole Tipps? „Allgemeine Neuigkeiten” langweilen schnell. Die gehören nicht einmal auf eine Facebookseite oder in den Newsletter. Kommuniziere einen unmittelbaren und direkten Nutzen. Nur dann werden deine Gäste WhatsApp nutzen.

Was wir bei Büsum gelernt haben:
  • Tägliche versorgt Büsum den Gast via WhatsApp mit den aktuellen Gezeiten, dem Wetter und den Top-Veranstaltungen des Tages. Reine Vor-Ort-Informationen, die für den Gast in Büsum relevant sind. Nicht mehr, nicht weniger.

3. Sei nicht unberechenbar.

Wenn der Gast nie genau weiß, wann und wie oft er seine Informationshappen von dir bekommt, wird er unsicher. Regelmäßigkeit schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit. So vermeidest du, dass er entweder ungeduldig wartet („Wann kommt was Neues?“) oder genervt ist („Schon wieder?“).  Gib deinen Gästen eine verlässliche Info, wann und wie oft sie mit deinen Nachrichten rechnen können. Jeden Tag? Jede Woche? Wann genau? Und wie oft?

Tägliche Infos per WhatsApp und Messenger Marketing von Büsüum
Was wir bei Büsum gelernt haben:

  • Büsum verspricht: Du bekommst deine News jeden Morgen 8:00 Uhr. Der Gast weiß genau, dass er so immer rechtzeitig informiert ist über das, was ihn am Urlaubsort interessiert.

4. Kauf nicht billig.

Vermeide es, den erstbesten oder günstigsten Anbieter für dein WhatsApp-Marketing zu wählen. An wie viele Empfänger soll der Ticker gehen? Benötigst du Schnittstellen? Sollen die Nachrichten eingeplant werden? Diese und viele weitere Fragen solltest du dir im Vorfeld beantworten, bevor du dich für ein Tool entscheidest. Es gibt nicht DAS beste Tool. Das Tool, mit dem du deine Anforderungen bedienen kannst, solltest du wählen. PS: In unserer Checkliste, erfährst du, welche Auswahlkriterien wichtig sind.

Anbieter Check für WhatsApp und Messenger Marketing
Was wir bei Büsum gelernt haben:

  • Für den Ticker von Büsum haben wir uns einen Anbieter entschieden, der eine API zur Integration in Typo3 anbietet.
  • Wichtig waren hier außerdem: Versandregeln, Planungsfunktionen, automatisierte Antworten, einfache Skalierbarkeit des Empfängerkreises und  die Möglichkeit, Statistiken über die An- und Abmeldungen zu führen.

5. Mach nicht alles per Hand.

Schreibe nicht jede Nachricht händisch. Besonders, wenn du täglich eine Nachricht versendest, bedeutet das manuelle Erstellen der gesamten Nachricht einen sehr hohen Zeitaufwand. Automatisiere den Content so weit wie möglich. Wetter, Veranstaltungen, Angebot, Preise, Gezeiten, Schneehöhen, offene Pisten und Lifte, Öffnungszeiten, Entfernungen etc. sind strukturierte Daten, die automatisiert in deine Nachrichten integriert werden können. So bleibt dir Zeit für das individuelle Sahnehäubchen in deinen Nachrichten.
Technik und Schnittstellen für WhatsApp und Messenger Marketing

Was wir bei Büsum gelernt haben:
  • Wetter, Gezeiten und die Top-Events. Diese Daten liegen strukturiert vor und werden bereits auf der Website automatisiert ausgegeben. Warum also nicht gebündelt als Push-Nachricht aufs Handy, so wie im Büsum-Ticker?  Einmal eingerichtet, landen diese Infos jeden Tag automatisiert in jeder versendeten Nachricht.

6. Töte deinen Gast nicht mit Monotonie.

Der Moment, in dem der Leser deine Nachricht öffnet, ist magisch. Mehr Aufmerksamkeit wirst du kaum mit Newsletter oder Facebook-Posting erreichen.  Nutze das! Lass deinen Charme spielen mit Individualität und Abwechslung. Eine kleine Begrüßung, etwas Passendes zum Tag, ein Zitat, … Welches Gefühl soll im Leser beim Öffnen deiner Nachricht erzeugt werden? Mit jeder Nachricht hast du die Chance einer kleinen Liebeserklärung an deinen Gast. Nutze diesen Moment von enormer Aufmerksamkeit.

Was wir bei Büsum gelernt haben:
  • Da Wetter, Gezeiten und Events automatisiert in jede Nachricht fließen – was den Zweck erfüllt, aber allein recht emotionslos wäre – wird jede Nachricht um eine kleine Einleitung erweitert.
  • Zitate, kleine Wissenshappen, ein Bild, eine charmante Begrüßung oder ein kleiner Scherz –  jeden Tag kann sich der Leser auf ein kleines Häppchen Freude freuen.

7. Vergiss dein Corporate Wording.

Unternehmenssprache, stocksteife Phrasen oder Marketing-Claims haben in der WhatsApp nichts zu suchen. So persönlich wie private Nachrichten sind, sollte auch dein Urlaubsticker sein. Kommuniziere in der Sprache der Gäste. Sonst bleibt dein Dienst nur ein weiterer Blabla-Marketingkanal. Setze ab und an Emojis ein (Ein Smiley wirkt Wunder im Gehirn des Empfängers!). Schreibe locker. Vielleicht duzt du deinen Gast sogar.  Bedenke: dein Gast ist im Urlaub. Die marketinglastigen Broschüren hat er sicher schon gelesen.

Whatsapp Nachrichten richtig schreiben und Neugier wecken
Was wir bei Büsum gelernt haben:

  • Neben einer lockeren „Du“-Ansprache wird jede Nachricht um passende Emojis erweitert.

8. Schreibe ja nicht am Tag des Versandes.

Nutze Tools, die es dir ermöglichen, deine Nachrichten auf Tag und Uhrzeit genau vorzuschreiben und vorauszuplanen. So kannst du beruhigt ins Wochenende, in den Urlaub oder eben deiner Arbeit nachgehen, ohne jeden Tag Nachrichten schreiben zu müssen.

Was wir bei Büsum gelernt haben:
  • Über einen WhatsApp-Dienst werden die Tagesinfos auf jeden Tag 8:00 Uhr eingeplant inklusive kleiner Einleitungen. Diese lassen sich für die kommenden Wochen und Monate vorschreiben.
  • Das Beste daran: Jede vorgeschriebene Nachricht lässt sich vor dem Versenden verändern. Gibt es also spontane oder unerwartete Themen, lässt sich eine Nachricht aktuell ändern.

9. Niemand hat auf deine Whatsapp gewartet.

Sorge dafür, dass du am richtigen Ort auf deinen Ticker aufmerksam machst! Denn niemand wird aktiv nach deinem Ticker suchen! Nutze – je nach Inhalt & Intention deines Tickers – die Touchpoints deiner speziellen Gästegruppe, um diese zu erreichen! WLAN-Landingpages, Foren, Vor-Ort-Dienste wie Stelen, Displays und Broschüren, Newsletter, Social Media. Sei da, wo der Dienst für deinen Gast relevant sein wird.

Was wir bei Büsum gelernt haben:
  • Loggt sich ein Gast in Büsum ins öffentliche und kostenlose WLAN ein, landet er direkt auf der buesum.de/heute-Landingpage. Von hier aus kann er den Ticker direkt abonnieren. Schnell und einfach.
  • Auch vor Ort, per Social Media und im Newsletter weist Büsum auf den Ticker hin. Warum so stark vor Ort? Weil die Infos zu Gezeiten, Wetter und Events nur vor Ort wichtig sind, wenig bis gar nicht zu Hause oder nach dem Urlaub.

10. Ignoriere nicht die Antwort des Gastes.

WhatsApp bedeutet für die meisten Nutzer Dialog. Deine Gäste werden auf deine Nachrichten antworten. Sei darauf vorbereitet. Aktiviere automatisierte Antworten, die deinem Leser klar machen: Das hier ist ein Roboter, ein Dienst, der keine Antworten geben wird. Natürlich kann es deine Strategie sein, über den Messenger mit deinem Gast direkt in Dialog zu treten. Auch das ist möglich, aber eine Entscheidung, die gut überlegt werden sollte! Hast du ausreichend Zeit, um schnell und individuell zu antworten? Bietet dein Tool die Möglichkeit, Antworten zu schreiben? Bietet es für deine Idee einen Mehrwert? Dann ist die Kommunikation via WhatsApp durchaus  spannend.
WhatsApp Chatbot Antworten
Was wir bei Büsum gelernt haben:

  • Vom ersten Tag an kamen viele Fragen und Antworten als Reaktion auf die WhatsApp-Nachrichten. Damit diese weder unbeachtet bleiben, noch manuell beantwortet werden müssen, wurde eine sehr freundliche, automatische Antwort eingerichtet. Diese Antwort spricht den Nutzer sogar mit Namen an.

11. Die Zahl der Abonnenten ist nicht entscheidend.

Die Anzahl der Nutzer ist nicht immer der Benchmark. Ob du 100, 1000 oder 100.000 Nutzer hast, ob du mehr oder weniger Nutzer als ein anderer WhatsApp-Ticker hast, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, was für dich Erfolg ist: Alle Gäste vor Ort? Nur deine Stammgäste? So viele potenzielle Gäste wie möglich? Hier wird klar: Jeder hat unterschiedliche Erfolgskennziffern. Definiere diese im Vorfeld.

Was wir bei Büsum gelernt haben:
  • Für den Büsumer WhatsApp-Ticker stehen ganz klar die Gäste vor Ort im Mittelpunkt. Erfolgsfaktoren sind deshalb die Öffnungsrate und die regelmäßigen Neuanmeldungen.
  • Die Menge der Nutzer ist nicht relevant, denn sobald der Gast wieder wegfährt, ist es völlig okay, dass er den Dienst wieder deabonniert.

Download: 11 Learnings als WhatsApp E-Book.

Helfen dir unsere 11 Learnings zu WhatsApp für dein eigenes Messenger Marketing? Wir haben die den Leitfaden mit weiteren Beispielen der Büsum Tourismus als E-Book zusammen gefasst. Lade es dir hier direkt runter. Feuer frei für deine WhatsApp-Ticker!

Messenger Marketing und WhatsApp Ebook und Leitfaden
kostenfrei runterladen

Abonniere den Podcast

Itunes Podcast Spotify Podcast Amazon Podcast

Oder per E-Mail. Einmal die Woche. Nur für Dich.

Wer ist hier neugierig?

Stefan Niemeyer

Julia und Stefan sammeln neugierige Momente im Marketing. Stefan ist Senior Conversion Architekt bei neusta etourism in Bremen. Warum er auf 🎸 🇺🇸 👻 🤔 🏰 neugierig ist? Erfahre mehr über Stefan

Was denkst du darüber?